Inspirierte und produktive Mitgliederversammlung des GeBEGS e.V. in Freiburg im Breisgau

Am 16. und 17. Juni 2026 hat sich der GeBEGS e.V. im Rahmen seiner jährlichen Mitgliederversammlung in Präsenz getroffen. Veranstaltungsort war diesmal Freiburg im Breisgau, mit Schwerpunkt in den Räumlichkeiten der DAA GmbH im Stadtteil Rieselfeld.

Auf dem Treffen wurden aktuelle Entwicklungen im Bereich der pflegerischen, therapeutischen und sozialen Berufe sowie allgemeine bildungs- und arbeitsmarktpolitische Themen besprochen. Besonderer Fokus lag dabei auf der anstehenden Reform der Ausbildung in den Therapieberufen – ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.

In der Diskussion stand sowohl die dringliche Notwendigkeit einer Modernisierung der Ausbildungsinhalte in der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie im Mittelpunkt, wie auch die ebenso notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen für diese Ausbildungsgänge. Auf beiden Feldern wurden konkrete Lösungsansätze benannt. Der Fachkräftebedarf für eine gute Gesundheitsversorgung – so der gemeinsame Tenor – kann nur durch flächendeckend faire und attraktive Ausbildungsbedingungen erfüllt werden.

Zudem hat der Verband sich mit Aspekten der Umsetzung des neuen bundesweiten Ausbildungsgangs Pflegefachassistenz und den Folgen des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege beschäftigt. Hier wurde mit Enttäuschung festgestellt, dass die Qualifizierung für die erweiterten Befugnisse aktuell ausschließlich im Bereich der primärqualifizierenden Studiengänge erfolgt. Damit das Gesetz seine Wirkung entfalten kann, sind zwingend auch Voraussetzungen durch den Gesetzgeber für den Bereich der beruflichen Bildung zu schaffen.

Neben diesen zentralen berufsfeldspezifischen Entwicklungen wurden schwerpunktmäßig u.a. auch die laufende Reform des Aufstiegs-BAföG sowie Potenziale für die Felder Gesundheit und Soziales im Bereich der BA-geförderten Beschäftigtenqualifizierung diskutiert. Die Mitgliederversammlung hat sich darüber hinaus auch der strategischen Weiterentwicklung der Verbandstätigkeit gewidmet.

Das Treffen war insgesamt von einer sehr kollegialen, kreativen und ergebnisreichen Zusammenarbeit geprägt. Es wurde erneut deutlich, dass der Verband in seiner Zusammensetzung und seiner besonderen Ausrichtung auf Gemeinnützigkeit und Interdisziplinarität besonders stark in der Hervorbringung von Ansätzen ist, die zugleich realistisch und pragmatisch, kreativ und innovativ sind. Nun gilt es, die gemeinsam entwickelten Positionen und Lösungen in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs zu tragen.

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